28.02.

Ausschlafen und gemütlich frühstücken, Urlaub kann so schön sein. Wieder um 11:00 Uhr saßen wir im Auto,
machten die Heizung an und düsten los.
Über Gairloch, wo noch wunderbar die Sonne schien, fuhren wir raus zum Rua Reidh Lighthouse.

 

 


 


Schon von weitem sah der Himmel dort nicht gerade einladend aus und auf halber Strecke fing es an zu schneien.
In einem Passing Place überlegten wir, ob es überhaupt Sinn machte weiterzufahren?!


 


 


Aber wie so oft in Schottland muss man nur kurz warten und das Wetter ändert sich. Während wir noch grübelnd
da standen, riss der Himmel auf und die Schneewolke war über uns hinweg gezogen.


 


 


Am Leuchtturm angekommen, spazierten wir eine Weile die Küste entlang. Eigentlich wollten wir zum Old Man of
Stoer, einer Felsnadel an der Küste. Aber auf halber Strecke rollte die nächste dicke Schneewand auf uns zu und
wir gaben auf. Tom freute sich insgeheim, er hatte heute überhaupt keinen Bock aufs Laufen. Na, eigentlich hat er
ja nie Lust dazu! Zähneknirschend trottete ich hinter ihm her zurück zum Auto.


 


 


 


In Gairloch war dann wieder bestes Wetter und wir schlenderten eine Weile am Strand entlang. In den Bergen
hingen die Wolken, was auf den Bildern viel besser aussah als ein ganz blauer Himmel.


 


 


 


Im „Mountain Coffee Gairloch " wärmten wir uns eine Runde auf. Der Laden war ziemlich unaufgeräumt, vollgestellt
und ungemütlich. Dennoch ließen wir uns auf einer alten Bank am Fenster nieder und bestellten. Der Kaffee war
dann echt lecker, aber der Kuchen… Die Stücke sahen schon recht alt aus und lagen nicht schön angerichtet in der
unseligen Theke. Tom wollte aber unbedingt ein Stück, war mutig und testete den für mich nicht appetitlich
aussehenden Lemon Cake. Nee, da war ich raus! Ich griff lieber zu einem abgepackten Muffin.
Als mein Mann dann den ersten Bissen probieren wollte und die Gabel in die weiche Baiser Schicht tauchte, war
diese von einer weichen Konsistenz so weit entfernt wie wir von zuhause. Die zähe weiße Haube zerdrückte völlig
die untere giftgrüne Schicht. Ich kicherte in meinen Latte Macchiato rein und verschluckte mich fast vor
Schadenfreude.


 


 


Auf der Suche nach einem leckeren Kuchen streiften wir anschließend durch das kleine Örtchen. Fündig wurden wir
schließlich in der Touri-Info. Die Sonne schien durch die Fenster auf unseren Platz und wir schlemmten granaten-
geilen Kuchen. So musste das sein!


 


Nachdem wir im kleinen Supermarkt unsere Vorräte wieder aufgefüllt hatten, fuhren wir über die A832 zum
Startpunkt der Wanderung „Bad na Sgalag pinewood circuit“. Ich wollte mal einen Blick auf den Weg werfen und ihn
dann morgen, bei hoffentlich trockenem Wetter, laufen. Je weiter wir in die Berge fuhren, desto mehr zog es sich
zu. Die Wolken hingen dort immer noch fest und ließen kleine Schneeflocken auf uns herab rieseln.


 


Der Weg sah für mich dann auf den ersten Blick als „durchaus gehbar“ aus und Tom war vor Freude schon ganz
aus dem Häuschen. *Ironie-off* Zu Selbigem machten wir uns dann auch auf. Der warme Whirlpool wartete.
Dazu gab es für Tom einen Whisky und für mich ein kaltes Gläschen Weißwein. Das blieb praktischerweise bei der
frischen Außentemperatur auch die ganze Zeit über kalt.

Zum Abendessen brutzelte Black Pudding in der Pfanne und die Mikrowelle erwärmte eine Dose Haggis. Unsere
Urlaubskatze bekam dann später den Rest davon, den sie genüsslich futterte. War ja schließlich auch eine
schottische Katze, die es sich den ganzen restlichen Abend bei uns gemütlich machte.


 


 


Kilometer: 57
Wetter: -4°C - -1°C, Sonne-Wolken-Mix mit vereinzelten Schneeschauern
 

 

 

 

 

 

 

 

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